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- 09/05/10--15:00: Angeklagter im Brunner-Prozess wegen Mordes verurteilt (chan 1969614)
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- 09/06/10--15:00: Anwälte von Markus S. legen Revision ein (chan 1969614)
Zwei Jugendliche schlagen einen 50-jährigen Geschäftsmann tot - prompt fordert die Politik mehr Videokameras zur Überwachung. Dabei wissen Fachleute seit Jahren, dass Big Brother in S- und U-Bahnen Gewalttaten nicht verhindern kann.
Sie schlugen und traten ihn wieder und wieder: Die Leiche des an einem Münchner S-Bahnhof zu Tode geprügelten Dominik B. weist nicht weniger als 22 Verletzungen auf. Die Staatsanwaltschaft hat nun auch gegen einen dritten Tatbeteiligten Haftbefehl beantragt.
Der frühere Bundesminister Carl-Dieter Spranger möchte den in München zu Tode geprügelten Dominik B. ehren - mit dem Bundesverdienstkreuz. Der 50-Jährige war in Bedrängnis geratenen Kindern zur Hilfe geeilt und dabei selbst angegriffen worden.
München stand am Mittwochabend für eine Gedenkminute still. Busse und Bahnen stoppten, um die Zivilcourage des am Wochenende erschlagenen Dominik B. zu würdigen. Bei einer Trauerfeier am Ort seines Todes verabschiedeten sich Hunderte.
Die Diskussion um mangelnde Zivilcourage wird durch neu bekannt gewordene Details des Angriffs auf einem Münchner S-Bahnhof angeheizt. Etwa 15 Menschen sollen Zeugen des tödlichen Überfalls geworden sein - griffen aber nicht ein.
Seine Zivilcourage wird postum gewürdigt: Dominik B., Opfer des tödlichen Angriffs auf einem Münchner S-Bahnhof, wird mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Die Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass zwei der jugendlichen Täter wenige Tage vor der Attacke einen Rentner bedroht hatten.
In aller Stille ist Dominik B., der von Jugendlichen an der Münchner S-Bahnstation Solln zu Tode geprügelt wurde, beigesetzt worden. Die selbstlose Tat des 50-Jährigen, der Kinder hatte beschützen wollen, hatte deutschlandweit tiefe Anteilnahme hervorgerufen.
"Haltet euch raus", rief Dominik Brunner noch den Kindern zu, die er in einem Münchner S-Bahnhof beschützen wollte. Ein 13-jähriges Opfer schildert die letzten Minuten vor dem Tod seines Beschützers. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Staatsanwaltschaft bislang keine Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung.
Das Schicksal des Dominik Brunner schockiert das Land: Die Gnadenlosigkeit, mit der ihn zwei Jugendliche auf einem Münchner S-Bahnhof totprügelten, wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Verrohung unter jungen Gewalttätern. Und die Ratlosigkeit, die...
Dominik Brunner bezahlte sein mutiges Eintreten für andere mit dem Leben - der Geschäftsmann wurde von Schlägern auf einem Münchner S-Bahnsteig zu Tode geprügelt. Jetzt verlieh ihm Bundespräsident Köhler das Bundesverdienstkreuz.
Binnen weniger Minuten erlitt der von Jugendlichen in München ermordete Dominik Brunner 44 Verletzungen. Die Hälfte davon hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft "in ihrer Gesamtheit zum Tod geführt". Keine der einzelnen Verletzungen war demnach tödlich.
"Motherfucker", "Fuck, fuck, fuck" - und Schreie wie von einem Tier: Die Polizei besitzt Zeitungsberichten zufolge eine Tonbandaufnahme von der tödlichen S-Bahn-Attacke gegen Dominik Brunner. In dem Notruf-Mitschnitt ist einer der beiden Täter zu hören - mit geradezu bestialischen Lauten.
Fall Brunner: Sebastian L. hat Ausgangssperre missachtet.
Einer der mutmaßlichen Täter im Fall des totgeprügelten Dominik Brunner hatte zum Tatzeitpunkt Ausgangssperre. Sebastian L. sollte in dem betreuten Wohnheim für drogenabhängige Jugendliche i...
Er hat seine Zivilcourage mit dem Leben bezahlt: Im September war Dominik Brunner an einem Münchner S-Bahnhof von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt worden. Jetzt kamen rund 3000 Menschen zu einer Gedenkkundgebung zusammen - darunter Horst Seehofer und Uli Hoeneß.
Das Verbrechen erschütterte ganz Deutschland. Jetzt ist die Anklage gegen die beiden Jugendlichen, die den Geschäftsmann Dominik Brunner am Münchner S-Bahnhof Solln totgeprügelt haben sollen, fast fertig.
Der Überfall auf Dominik Brunner am S-Bahnhof Solln bewegte die Republik. Nun wird Anklage gegen die Jugendlichen erhoben, die voller Hass und Frust auf ihn einprügelten.
Viel ist schiefgelaufen an diesem Tag. Und man kann sich fragen, ob Dominik B...
Sie sollen den Manager Dominik Brunner zu Tode geprügelt haben: Die Staatsanwaltschaft München hat gegen die mutmaßlichen Schläger vom S-Bahnhof-Solln Anklage erhoben. Markus S. und Sebastian L. müssen sich wegen Mordes aus niederen Beweggründen verantworten.
Neue Details zur tödlichen Prügelei am Münchner S-Bahnhof Solln: Nach SPIEGEL-Informationen waren die zwei mutmaßlichen Täter alkoholisiert, einer soll eine halbe Flasche Wodka und fünf Bier geleert haben. Das Opfer, Dominik Brunner, war an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben.
Fall Brunner: Immer mehr Details zum Ablauf der Schlägerei.
Im Fall des totgeprügelten Dominik Brunner kommen nach der Anklageerhebung beim Landgericht München I immer mehr Details zum Ablauf der Schlägerei ans Licht. So waren die beiden mutmaßlich...
Sie schien so einfach, die Geschichte von Dominik Brunner, dem Mann mit der Zivilcourage, und seinen mutmaßlichen Mördern. Zeugen berichten aber, Brunner habe auf dem Bahnsteig in Solln zuerst zugeschlagen. Im Prozess kann das sehr bedeutend sein.
...
Erster Prozesstermin im Fall Dominik Brunner: Ein Jugendlicher muss sich am 13. April unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter räuberischer Erpressung vor Gericht verantworten. Er soll nicht dabei gewesen sein, als Brunner zu Tode geprügelt wurde - aber zuvor Wortführer gewesen sein.
Die Angeklagten sind blass, schmächtig, schüchtern - im Prozess um den mutmaßlichen Mord an Dominik Brunner offenbart sich die absurde Banalität schwerer Gewalttaten. Musste der Mann wirklich nur sterben, weil zwei unsichere Halbstarke ihr Gesicht wahren wollten?
"Ich muss einen Blackout gehabt haben." Zum Auftakt des Prozesses um den Prügeltod von Dominik Brunner haben sich die Angeklagten entschuldigt, der ältere der beiden bestritt aber den Mordvorwurf. Das Opfer habe eine Mitschuld und selber den ersten Fausthieb getan.
Es war eine Gewaltorgie, die schockierte: Jugendliche prügelten am helllichten Tag den Manager Dominik Brunner zu Tode. Nun beginnt gegen sie der Prozess. Einer von ihnen lebte im Münchner easyContact House, einer Einrichtung mit eigenwilligen Regeln. Hätte die brutale Attacke verhindert werden können?
Wer trägt die Schuld für den Tod Dominik Brunners? Vor Gericht belastete einer der jugendlichen Angeklagten seinen Freund schwer. Sebastian L. sagte, Markus S. habe auf den am Boden liegenden Geschäftsmann weiter eingetreten - während er ihn davon abzuhalten versucht habe.
Schon am zweiten Verhandlungstag wirft der Todesfall Brunner viele Fragen auf. Wer schlug bei der Auseinandersetzung zuerst zu: Die beiden Angeklagten oder - wie sie behaupten - der von ihnen getötete Dominik Brunner?
Wer hat zuerst zugeschlagen? Das ist die zentrale Frage im Prozess um den Tod von Dominik Brunner geworden. Die beiden Angeklagten behaupten, der erste Hieb sei von dem Geschäftsmann ausgegangen. Ja, sagt auch ein Augenzeuge - aber lediglich zur Verteidigung.
Der Prozess um Dominik Brunners gewaltsamen Tod fährt sich an einer zentralen Frage fest: Wie begann die Prügelei am Münchner S-Bahnhof Solln - schlug der Geschäftsmann zuerst zu oder die Angeklagten? Die Aussagen der Jugendlichen, die der Münchner Manager schützen wollte, könnten unterschiedlicher nicht sein.
Im Prozess um den Tod von Dominik Brunner offenbaren sich nun die ganze Hilflosigkeit und Ignoranz der Augenzeugen. Ein Jugendlicher schilderte eindringlich vor Gericht, wie niemand dem Angegriffenen zu Hilfe gekommen sei. Selbst der S-Bahnfahrer stoppte demnach seinen Zug nicht.
Im Prozess um Dominik Brunners Tod auf einem Münchner S-Bahnhof hat der bereits verurteilte Freund der Angeklagten, Christoph T., ausgesagt. Der 18-Jährige gab dem Manager eine Mitschuld an der tödlichen Schlägerei - und gestand, im Vorfeld der Wortführer gewesen zu sein.
Die Wahrheit im Mordfall Dominik Brunner tritt nur langsam ans Licht. Die Schläge der Angeklagten waren nicht Todesursache. Von Gisela Friedrichsen.
Ist Angriff wirklich die beste Verteidigung? Was der Volksmund so leichthin empfiehlt, birgt in der...
Als Dominik Brunner tot war, pries man ihn öffentlich und allseits. Er habe sich vorbildlich verhalten, alles richtig gemacht. Die Wahrheit sieht vermutlich anders aus: Der Manager beschützte zwar vier Kinder vor S-Bahn-Rowdys - doch er begann offenbar auch die Schlägerei, die ihn das Leben kostete.
Im Prozess um den Tod von Dominik Brunner ist die Herzkrankheit des Verstorbenen in den Fokus gerückt. Laut Staatsanwaltschaft soll dem 50-Jährigen das Risiko nicht bekannt gewesen sein. Nun wollen die Anwälte der angeklagten Schläger zwei Mediziner vor Gericht hören lassen.
Augenzeugen sind Wackelkandidaten, ihre Erinnerungen oft trügerisch - jeder weiß das, der sich mit Strafjustiz beschäftigt. Im Münchner Mordfall Brunner bekommt die Weisheit nun eine besondere Bedeutung. Die Geschichte des Helden ohne Fehl und Tadel ist auf zweifelhafte Aussagen gebaut.
Eigentlich wollte er als Zeuge persönlich aussagen, doch Oskar Brunner, Vater des getöteten Managers Dominik Brunner, ist zu krank. Vor Gericht wurde deshalb nun das Protokoll einer früheren Vernehmung verlesen. Darin beschreibt Brunner seinen Sohn als aufopferungsvollen, sportlichen Mann.
Im Fall Brunner hat das Gericht einen Mitschnitt der tödlichen Schlägerei abgespielt - das spätere Opfer droht den Angeklagten, die reagieren mit wüsten Beschimpfungen. Das Tondokument, aufgezeichnet von Brunners Handy, ist in einem Verfahren voller Widersprüche einer der wenigen belastbaren Belege.
Es war ein Gewaltexzess, daran gibt es keinen Zweifel, aber er musste nicht tödlich enden: Dominik Brunner hätte laut Gutachter die Schläge und Tritte seiner Peiniger wahrscheinlich überlebt, wäre er nicht schwer krank gewesen.
538 Gramm wog Dominik Brunners Herz, deutlich mehr als normal. Im Prozess zu seinem Tod musste ein Gutachter jetzt die zentrale Frage beantworten: Hätte er die Prügelei mit den zwei Angeklagten überlebt, wenn er gesund gewesen wäre? Die Antwort: Ja - die beiden haben ihn nicht tödlich verletzt.
Im Prozess um den Tod Dominik Brunners, der nach einer Schlägerei mit Jugendlichen an der Münchner S-Bahn starb, hat ein Gutachter zur Persönlichkeit der Angeklagten ausgesagt - was für das Strafmaß erhebliche Auswirkungen haben könnte.
Die Beweisaufnahme im Prozess um den Tod Dominik Brunners an der Münchner S-Bahn ist abgeschlossen. Die beiden jungen Angeklagten, so die Gutachter, seien schuldfähig. Doch dafür, dass ihrer beider Leben völlig aus den Fugen geriet, tragen nicht allein sie die Verantwortung.
Der erste Hauptverdächtige soll für zehn Jahre hinter Gitter, der zweite für acht: Im Prozess um den Tod von Dominik Brunner hält die Anklage am Mordvorwurf fest, obwohl der Unternehmer an Herzversagen starb. Die Verteidigung wertete die Vorerkrankung des Opfers dagegen als strafmildernd.
Hat Dominik Brunner in Notwehr gehandelt? Die Angeklagten Markus Sch. und Sebastian L. müssen mit hohen Strafen rechnen. Von Gisela Friedrichsen.
Ob eine Situation als bedrohlich empfunden wird oder als harmlos, liegt an der subjektiven Wahrnehmung...
Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren vor dem Prozess klar verteilt: ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.
Urteil im Prozess um den Tod von Dominik Brunner an einer Münchner S-Bahn-Station: Das Gericht hat beide Angeklagten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Haupttäter Markus Sch. muss wegen Mordes fast zehn Jahre ins Gefängnis, Sebastian L. bekam sieben Jahre.
Im Brunner-Prozess haben die Richter Härte gezeigt: Das Landgericht München verurteilte die Angeklagten Markus Sch. und Sebastian L. zu hohen Haftstrafen - den Haupttäter wegen Mordes. Dessen Verteidiger strebt die Revision an.
Nach dem Urteil im Prozess um den Tod von Dominik Brunner hat der Anwalt des Angeklagten Markus S. Revision eingelegt. Sein Mandant sei zu Unrecht des Mordes schuldig gesprochen worden.